Wer spart, ist der Dumme. Die Welt ertrinkt in Schulden. Werden am Ende die Gläubiger geprellt?
Einige Zitaten aus dem Artikel bei Manager Magazin (3/2010):

Zitat 1

2009 betrugen die gesamten öffentlichen und privaten Verbindlichkeiten in Deutschland 285 Prozent des BIP’s, in den Vereinigten Staaten 296, in Italien 315, in Frankreich 323 und in Großbritannien 466 Prozent, wie das McKinsey Global Institute in einer Studie vorrechnet.
Schuldenberge, die in der Ära des leichten Geldes – globalisierte Kapitalmärkte, schwache Regulierung und niedrige Zinsen – angehäuft wurden.

Zitat 2

Dass all diese Schulden irgendwann auf seriöse Weise zurückgezahlt werden, ist eher unwahrscheinlich. Vermutlich werden am Ende die Gläubiger geprellt, wie so häufig in der Wirtschaftsgeschichte.

Zitat 3

Auf kreditgetriebene Booms folgen in den Jahren darauf häufig Finanzmarktcrashs, Banken-, Währungs-, Schuldenkrisen und Inflation. So entledigen sich finanziell manövrierunfähige Gesellschaften ihrer Verbindlichkeiten

Zitat 4

Schulden abzubauen ist enorm schmerzhaft. Entsprechend groß sind die politischen Widerstände. Da sowohl öffentliche als auch private Haushalte tief in der Kreide stehen, ist ein laxer Kurs durchaus populär. Wohin dieser Weg führt ist absehbar – irgendwann wird man sich der Lasten auf unseriöse Art entledigen – durch Inflation, Abwertung oder Staatsbankrott. Also durch teilweise Enteignung der Gläubiger.

Und als Fazit: Wer spart, der könnte am Ende der Dumme sein.
Mehr dazu auf “Müllers Welt” (Henrik Müller, so heißt übrigens der Author ;) )